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NEWS

KfW legt "Aktionsplan Energiewende" vor; Finanzierungsangebote unterstützen Bundesregierung und Unternehmen beim Umbau der Energieversorgung

Die KfW (Frankfurt) unterstützt die Bundesregierung im Rahmen des "KfW-Aktionsplans Energiewende" mit zahlreichen Finanzierungsangeboten dabei, den Umbau der Energieversorgung zu beschleunigen.

Zum 1. Januar 2012 bietet die KfW einen weiteren Baustein an. Sie verbessert deutlich ihr Produktangebot für Unternehmen zur Steigerung der betrieblichen Energieeffizienz, zur Nutzung erneuerbarer Energien und zur Finanzierung von Innovationsvorhaben für die (Weiter-) Entwicklung von Technologien zur Energieeinsparung, die effiziente Energieerzeugung, Energiespeicherung und -übertragung.

Unterstützt werden bereits Finanzierungen für den Einsatz erneuerbarer Energien wie Offshore-Windparks, energieeffizientes Bauen und Sanieren von Wohngebäuden, sowie größere Investitionen von Kommunen in die Energieeffizienz.

Finanzierung des Umbaus der Energieversorgung in Deutschland

"Die Energiewende ist eine große gesellschaftliche Herausforderung, die wir meistern wollen, auch um für kommende Generationen Verantwortung zu übernehmen. Mit dem 'Aktionsplan Energiewende' stellt die KfW wichtige Bausteine zur Verfügung, um den enormen Finanzierungsbedarf für den Umbau der Energieversorgung in Deutschland zu stemmen. Zukunftsgerichtete Investitionen im Energiebereich leisten gleichzeitig einen Beitrag zur Technologieförderung, zu Wachstum und Beschäftigung", sagt Dr. Axel Nawrath, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Konkrete Neuerungen ab 1. Januar 2012:

  • Die Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen in Unternehmen wird im neuen KfW-Energieeffizienzprogramm gebündelt. Es können auch größere Unternehmen gefördert werden, in Einzelfällen bis zu einem Umsatz von 3 Milliarden Euro

  • Im Rahmen des Programms Erneuerbaren Energien (Standard) wird der Kredithöchstbetrag auf 25 Millionen Euro erhöht. Damit können beispielsweise Onshore-Windparks noch besser unterstützt werden.

  • Größere Innovationsvorhaben zur Energieeinsparung, -erzeugung, -speicherung und -übertragung können aus dem ERP-Innovationsprogramm künftig mit Kredit- und Nachrangkapital von bis zu 25 Millionen Euro gefördert werden.

Pilotmodell richtet sich besonders an größere Unternehmen

Im Rahmen eines Pilotmodells startet die "KfW Finanzierungsinitiative Energiewende", die sich besonders an größere Unternehmen richtet. Hier stellt die KfW auf Einladung von Banken Direktkredite im Rahmen von Konsortialfinanzierungen bereit. Finanziert werden größere Unternehmensvorhaben zur Steigerung der betrieblichen Energieeffizienz, Innovationsvorhaben (Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen) in den Bereichen Energieeinsparung, -erzeugung, -speicherung und -übertragung, sowie Investitionen zur Nutzung erneuerbarer Energien.

Weitere Informationen zu den Finanzierungskonditionen finden Interessierte unter www.kfw.de/energiewende-unternehmen oder beim KfW-Infocenter unter der Nummer 0800/539-90 01. Eine Grafik zum "Aktionsplan Energiewende" wird unter www.kfw.de/infografik bereitgestellt.

28.12.2011 | Quelle: KfW | solarserver.de © Heindl Server GmbH


Sachverständigenrat der Bundesregierung kritisiert Energiefahrplan der EU-Kommission: Erneuerbare Energien werden bis 2050 die kostengünstigste Stromquelle in Europa

Sondergutachten „Wege zur 100% erneuerbaren Stromversorgung
Sondergutachten „Wege zur 100% erneuerbaren Stromversorgung"

Einzelberechnungen für 36 Länder Europas und Nordafrikas ergeben, dass eine vollständig regenerative Stromversorgung bis 2050 schon zu Durchschnittskosten von 65 Euro pro Megawattstunde erreicht werden kann, berichtet der Sachverständigenrat der Bundesregierung für Umweltfragen (SRU, Berlin) in einer Pressemitteilung.

„Damit werden die erneuerbaren Energien auch europaweit der kostengünstigste Energieträger in der EU", sagt Prof. Dr. Olav Hohmeyer, Mitglied des SRU. Die Zahlen lägen sehr deutlich unter den seiner Meinung nach zu pessimistischen Berechnungen für die geplante „Energy Road Map 2050", die kürzlich aus der Europäischen Kommission öffentlich bekannt wurden.

Hohe Solarenergie-Anteile im Mittelmeerraum

Mit der englischen Übersetzung seines Sondergutachtens „Wege zur 100% erneuerbaren Energieversorgung" veröffentlicht der SRU erstmals die Szenarienergebnisse für 36 Länder Europas und Nordafrikas. Für jedes einzelne Land wurde ein kostenoptimierter Mix aus erneuerbaren Energien kalkuliert und ein hoher Selbstversorgungsanteil angenommen.

Norwegische Pumpspeicher als „grüne Batterie"

Die Windenergie sei für die meisten europäischen Länder die kostengünstigste Technik, im Mittelmeerraum setzten sich aber auch hohe Anteile von Sonnenergie durch. Inklusive der Kosten für Netzausbau und Speicher kann laut dem Gutachten eine vollständig regenerative und zur jeder Zeit verfügbare Stromversorgung zu Kosten von durchschnittlich 65 €/MWh erreicht werden - in einigen Ländern sogar für weniger. Das Pumpspeicher-Potenzial Norwegens reiche aus, um europaweit als „grüne Batterie" zu dienen.

Prof. Dr. Olav Hohmeyer: EU-Kommission unterschätzt das Potenzial der Erneuerbaren für eine kostengünstige Stromversorgung

In dem Entwurf des Energiefahrplans 2050 kommt die EU-Kommission kommt zu dem Ergebnis, dass die erneuerbaren Energien zur Erreichung der europäischen Klimaziele bis 2050 einen Anteil zwischen 59 % und 86 % an der Stromversorgung erreichen müssten und damit in jedem Falle die wichtigste Energiequelle seien.

Das Szenario mit dem höchsten Anteil an erneuerbaren Energien scheint aber auch das teuerste, mit Kosten, die sehr deutlich über den Berechnungen des SRU auf der Basis des "ReMix"-Modells des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrtforschung) liegen*. „Die Europäische Kommission unterschätzt systematisch das Potenzial der erneuerbaren Energien für eine kostengünstige und nachhaltige Stromversorgung" kommentiert SRU-Mitglied Prof. Dr. Olav Hohmeyer.

„Der Kostenpessimismus der Europäischen Kommission ist fachlich nicht nachvollziehbar". Überzogene Kostenprognosen könnten die politische Akzeptanz für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in der EU behindern, so Hohmeyer.

EU soll verbindliche Ausbauziele für erneuerbare Energien formulieren; Harmonisierung der Förderinstrumente sachlich nicht gerechtfertigt

Der SRU betont, wie wichtig es sei, dass der nationale Ausbau der erneuerbaren Energien europäisch flankiert wird. Er empfiehlt, dass die EU verbindliche Ausbauziele für die erneuerbaren Energien für 2030 formuliert und den Ausbau der europäischen Stromnetze systematisch auf den Bedarf der wachsenden erneuerbaren Energien ausrichtet. Die Harmonisierung der Förderinstrumente erachtet er jedoch nicht als „sachgerecht", weil die Bedingungen in den Mitgliedsstaaten zu unterschiedlich seien.

Die englische Fassung des Sondergutachtens „Wege zur 100% erneuerbaren Stromversorgung" ist im Internet zugänglich unter www.umweltrat.de

*Die Europäische Kommission rechnet inklusive Steuern mit Kosten von 199 €/ MWh. Der SRU kommt ohne Steuern auf 65 €/MWh. Die Zahlen sind zwar nicht direkt miteinander vergleichbar, liegen erkennbar um Faktoren auseinander, so der SRU

04.11.2011 | Quelle: Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU); idw | solarserver.de © Heindl Server GmbH


Konsortium SUSPLAN: EU-Länder sollen gemeinsame Strategie zur Energieinfrastruktur entwickeln

SUSPLAN (PLANing for SUStainibility), ein von der EU-Kommission gefördertes europäisches Konsortium von Forschungsinstituten, Universitäten und Beratungsunternehmen, hat eine dreijährige Untersuchung abgeschlossen. Im Mittelpunkt standen die Herausforderungen der Integration großer Mengen erneuerbarer Energien europaweit von 2030 bis 2050. SUSPLAN empfiehlt den EU-Ländern eine gemeinsame Strategie zur Entwicklung der europäischen Strom- und Gasnetze.

Erneuerbare Energien könnten bis 2050 die Hälfte des europäischen Energieverbrauchs decken

Die Experten des Konsortiums haben vier Szenarien für die Entwicklung der erneuerbaren Energien entwickelt. Das ehrgeizigste Szenario geht davon aus, dass erneuerbare Energien bis 2050 rund 50 Prozent des Energiebedarfs decken und rund 70 Prozent der Stromerzeugung ausmachen können.

Regionale Erzeugungsstrukturen und Austausch mit Nachbarregionen

Die Analyse erfolgte anhand von neun Modellregionen: Der Rhein-Neckar-Raum, Österreich, Spanien, Italien, Serbien, Rumänien, Norwegen der Verwaltungsbezirk Pommern in Polen sowie die schottische Inselgruppe der Äußeren Hebriden. Jede Region, so SUSPLAN, müsse ihre eigene Erzeugungsstruktur entwickeln, sei dabei jedoch zunehmend auf Austausch von Strom und Gas mit Nachbarregionen angewiesen. Einige Regionen werden in großem Maßstab Strom aus erneuerbaren Energiequellen exportieren, bei anderen wird der Fokus auf dem Import liegen.

Die transnationale Energieinfrastruktur muss laut SUSPLAN weiter ausgebaut werden. Vor allem zwischen Südwest- und Zentraleuropa und zwischen Nord- und Südeuropa müssten die Stromübertragungskapazitäten erweitert werden. Für die Gasversorgung Europas werden Italien, Spanien, die Türkei und der Balkan in den kommenden Jahrzehnten als Durchgangsregionen an Bedeutung gewinnen, prognostiziert das Konsortium.

Bei dem Projekt SUSPLAN arbeiteten 16 Partner aus 12 europäischen Ländern zusammen, darunter auch die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena). Koordinierend wirkte SINTEF Energy Research aus Norwegen.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse steht online zur Verfügung unter www.susplan.eu

02.11.2011 | Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH | solarserver.de © Heindl Server GmbH


Hybridkraftwerke erleichtern Integration der erneuerbaren Energien ins Stromnetz

 
Pilotprojekt demonstriert, dass erneuerbare Energien eine bedarfsgerechte Stromversorgung zu 100 Prozent sicherstellen können.
Pilotprojekt demonstriert, dass erneuerbare Energien eine bedarfsgerechte Stromversorgung zu 100 Prozent sicherstellen können.

Dass so genannte Hybrid- oder Kombikraftwerke einen erheblichen Beitrag zur Netzintegration von Photovoltaik- und Windkraftwerken leisten können, bestätigen zwei aktuelle Studien zum Netzausbau und zur Energieversorgung in Berlin und Brandenburg. Darauf weist der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE, Berlin) in einer Pressemitteilung hin.

Gezielte Anreize zur Technologieentwicklung erforderlich

"Die jüngsten Untersuchungen der BTU Cottbus und der TU Berlin unterstreichen die große Bedeutung, die eine intelligente Vernetzung dezentraler regenerativer Kraftwerke für die Integration großer Mengen erneuerbarer Energien hat. In solchen Kombikraftwerken liegt ein Schlüssel zu einer kostengünstigen und verlässlichen Energieversorgung der Zukunft. Daher brauchen wir gezielte Anreize für diese Technologieentwicklung", fordert BEE-Geschäftsführer Björn Klusmann.

Vor allem die Studie zum weiteren Netzausbaubedarf, die die BTU Cottbus für Brandenburg erstellt hat (Studientitel: Netzintegration Erneuerbarer Energien in Brandenburg), benennt klar, dass regenerative Kombikraftwerke den Bedarf an zusätzlichen Höchstspannungs-Übertragungsleitungen deutlich reduzieren würden.

Das Modell der TU Berlin zeige außerdem, dass sich Verbrauch und Erzeugung in Teilnetzen einer Großstadt wie Berlin mit Hilfe von gezielter Steuerung gut aufeinander abstimmen lassen. Dadurch könne sowohl die höhere Netzebene entlastet als auch der Bedarf an konventionellen Reservekapazitäten deutlich verringert werden.

BEE fordert verlässliche Rahmenbedingungen für Kombikraftwerke

Beide Studien unterstreichen damit die Forderungen des BEE nach verlässlichen Rahmenbedingungen für Kombikraftwerke und Anreizen für Speicherkonzepte, die der letzte Erfahrungsbericht des Bundesumweltministeriums im Vorfeld der EEG-Novelle jedoch als nicht so dringlich erachtet habe.

"Zwar hatte die Bundesregierung die Bedeutung dieser Technologie bereits beim Verfassen des Koalitionsvertrages im Jahr 2009 erkannt und einen entsprechenden Stetigkeitsbonus als Anreiz angekündigt. Sie ist ihn aber bis heute schuldig geblieben. Eine Option für eine Einführung hat sich das Bundesumweltministerium bei der Novellierung des EEG über eine Verordnungsermächtigung offen gehalten. Diese muss jetzt zügig mit Leben gefüllt werden. Erfolgreiche Demonstrationsprojekte haben längst gezeigt, dass die Zeit für eine Umsetzung reif ist", so Klusmann.

27.08.2011 | Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. | solarserver.de © Heindl Server GmbH


Photovoltaik-Marktforschung: Weltweite Zubauzahlen steigen im zweiten Halbjahr, doch die Umsätze mit Modulen stagnieren

 
Prognose des weltweiten PV-Zubaus und der Modulumsätze 2011 nach Quartalen
Prognose des weltweiten PV-Zubaus und der Modulumsätze 2011 nach Quartalen
 

Auch wenn der weltweite Photovoltaik-Zubau im zweiten Halbjahr wieder anzieht, führen sinkende Preise in diesem Jahr dazu, dass das Umsatzwachstum im Modulgeschäft stagniert. Das ist das Forschungsergebnis des IHS iSuppli Photovoltaic Service des Informationsdienstes IHS (El Segundo, Kalifornien, USA).

Laut IHS wurden im ersten Halbjahr weltweit 6,6 Gigawatt (GW) Photovoltaik zugebaut. Das sind 4 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2010 (6,8 GW). IHS rechnet damit, dass der weltweite PV-Zubau in der zweiten Jahreshälfte auf 14,7 GW wächst. Für das ganze Jahr erwartet IHS einen Zubau auf 21,2 GW, das wären 21 % mehr als 2010 (17,6 GW).

IHS rechnet mit kräftigem Wachstum

"Nach einem schleppenden ersten Halbjahr werden die Zubauzahlen weltweit anziehen, da die Nachfrage in den Schlüsselmärkten Deutschland und Italien wieder steigt. Für das Gesamtjahr rechnen wir mit einem kräftigen Wachstum von 21 %", sagte der IHS Photovoltaik-Chefanalyst Stefan de Haan.

„Die schlechten Bedingungen im ersten Halbjahr führten jedoch zu schweren Preiseinbrüchen bei den Solarmodulen. Deshalb bleiben die Branchenumsätze sowohl bei kristallinen Silizium- als auch bei Dünnschichtmodulen im Vergleich zu 2010 mehr oder weniger unverändert.

Nachfrage in Deutschland und Italien ist wieder stabil

Die Schwäche im ersten Halbjahr lag laut IHS hauptsächlich an den Entwicklungen in den beiden größten Solar-Märkten der Welt: Deutschland und Italien.

In Deutschland waren bis Anfang Mai die Preise für Solarmodule zu hoch, um Investitionen in Neuinstallationen interessant zu machen, erklärt IHS. Ein Preissturz im Mai und Juni sorgte teilweise wieder für Nachfrage. Da die Preise im ersten Halbjahr aber so dramatisch einbrachen, warteten viele Investoren auf weitere Senkungen.

In der Zwischenzeit sorgte die verzögerte Einführung des vierten "Conto Energia" in Italien für Unsicherheit und entmutigte die Investoren. Die Lage hat sich inzwischen in beiden Ländern wieder stabilisiert, betont IHS.

IHS rechnet mit 6,9 GW Zubau in Deutschland und 5,0 GW in Italien

In Deutschland liegen laut IHS die Modulpreise derzeit bei 0.85 Euro pro Watt. Solarstromanlagen für Wohnhäuser werden für 2,20 Euro pro Watt angeboten. Die Investitionsbedingungen sind besser denn je, vor allem im kleinen Aufdach-Segment, betonen die Marktforscher. In Italien wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen geklärt, und der wichtige Markt für Dachanlagen bleibt im Wesentlichen unberührt. Daher rechnet IHS iSuppli in beiden Ländern nicht mit weiteren Verzögerungen bei der Nachfrage.

Viele Installateure berichten, dass sie bis Jahresende voll ausgebucht seien. Laut IHS wird der Photovoltaik-Zubau in Deutschland dieses Jahr 6,9 Gigawatt erreichen. Das sind 7 % weniger als die außergewöhnlichen 7,4 GW im letzten Jahr, übertrifft aber immer noch die Erwartungen der meisten Akteure auf dem Markt. Der Zubau in Italien soll von 3,6 GW im letzten Jahr auf 5,0 GW steigen.

Bedingungen im zweiten Halbjahr sind positiv

Die Bedingungen im zweiten Halbjahr scheinen positiv zu sein. Für den Rest des Jahres werden keine größeren Preissenkungen erwartet. Die Lage für Photovoltaik-Hersteller bleibe auf Grund der Preisstürze im ersten Halbjahr jedoch kritisch.

Obwohl die Nachfrage auf dem Endkundenmarkt dieses Jahr einen weiteren Höchststand erreichen wird, werden sich die branchenweiten Modulumsätze 2011 nicht wesentlich ändern. 2010 lagen sie bei 34,6 Milliarden US-Dollar (rund 24,3 Milliarden Euro).

Für das erste Quartal 2012 werden weitere Preissenkungen erwartet, und damit werden sich die Bedingungen für die Photovoltaik-Branche nächstes Jahr verschlechtern. Kostenintensive Produktionserweiterungen treffen auf gebremste Endmärkte und rückläufige Umsätze - eine ungesunde Mischung, die die Wettbewerbs-Landschaft umgestalten könnte.

Weitere Informationen liefert der IHS iSuppli Photovoltaics Service

05.08.2011 | Quelle: IHS iSuppli | solarserver.de © Heindl Server GmbH


Solar-Branche begrüßt den Atomausstieg, sieht jedoch Mängel bei der Energiewende

 
BSW-Solar-Hauptgeschäftsführer Körnig: Festhalten am grundsätzlichen Fördermechanismus der Photovoltaik stabilisiert die Investitionsbedingungen für die Solarstrom-Branche'
BSW-Solar-Hauptgeschäftsführer Körnig: Festhalten am grundsätzlichen Fördermechanismus der Photovoltaik stabilisiert die Investitionsbedingungen für die Solarstrom-Branche"

Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) begrüßt den aktuellen Beschluss des Bundestages zum Atomausstieg.

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die stärkere Nutzung der Solarenergie blieben jedoch insbesondere bei der Wärmeversorgung hinter den Erfordernissen zurück, kritisiert der BSW-Solar.

"Mit dem beschleunigten Atomausstieg fällt eine große Hürde der Energiewende. Dieser Beschluss ist international wegweisend", kommentiert Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. "Die Rücknahme der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke, das Festhalten am grundsätzlichen Fördermechanismus der Photovoltaik und baurechtliche Klarstellungen stabilisieren die Investitionsbedingungen für die Solarstrom-Branche", so Körnig.

Tempo der Rückführung der Solarstrom-Förderung bleibt ehrgeizig

Die Politik habe sichergestellt, dass der Anteil der Solarenergie an der Stromversorgung Deutschlands von derzeit rund drei Prozent bis zum Jahr 2020 ohne eine wesentliche Zusatzbelastung der Strompreise mindestens verdreifacht werden könne. Das Tempo der Rückführung der Solarstrom-Förderung bleibt nach Einschätzung des BSW-Solar allerdings überaus ehrgeizig. Jährlich werde die finanzielle Förderung für die Errichtung neuer Solarstromanlagen - je nach Wachstum des Photovoltaik-Marktes - um bis zu 24 Prozent reduziert.

Bedauern äußerte der Verband allerdings, dass im Rahmen der aktuellen Gesetzesnovelle zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) besonders kostengünstige Photovoltaik-Anlagen auf landwirtschaftlichen Flächen weiterhin von der Förderung ausgenommen bleiben. Impulse für den Einsatz intelligenter Energiemanagementsysteme und Speichertechnologien im gewerblichen Bereich seien ebenso ausgeblieben.

Die Einführung steuerlicher Abschreibungsmöglichkeiten bei der Gebäudesanierung sei vom Ansatz her richtig. Sie greife allerdings viel zu kurz, da der überwiegende Teil möglicher energetischer Modernisierungsanlässe nicht in ihren Genuss komme. Körnig: "Es ist für uns nicht nachvollziehbar, warum der Einbau von Solar-Heizungen nur dann steuerabzugsfähig wird, wenn zeitgleich eine Vielzahl anderer Sanierungsmaßnahmen erfolgt. Dies geht an der Realität vorbei."

30.06.2011 | Quelle: BSW-Solar | solarserver.de © Heindl Server GmbH


Erneuerbare Energien: Unternehmenszusammenschlüsse und Übernahmen laut KPMG-Studie um über 70 Prozent gestiegen

Photovoltaik-Unternehmen sind bei Investoren sehr gefragt
Photovoltaik-Unternehmen sind bei Investoren sehr gefragt

Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien waren im vergangenen Jahr ein sehr begehrtes Ziel von Investoren. Die Zahl der Fusionen und Übernahmen stieg 2010 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 70 Prozent von 260 auf 446. Und auch in diesem Jahr scheint der Trend ungebrochen.

Bereits im ersten Quartal 2011 waren weltweit 141 Deals im Volumen von 11,2 Milliarden US-Dollar zu verzeichnen. Das hat eine Umfrage von VB/Research im Auftrag von KPMG unter 500 Entscheidern in Unternehmen, bei Investoren und Banken zwischen Januar und März 2011 ergeben.

Deutschland unter den "Top 5" der Investoren; Biomasse- und Solar-Unternehmen sehr gefragt

Die fünf Haupt-Zielländer für Investoren waren demnach 2010 die USA (53 Prozent), China (38 Prozent), Indien (35 Prozent), Deutschland (34 Prozent) und UK (33 Prozent). Begehrteste Sparte aus Investorensicht waren Biomasse-Unternehmen (45 Prozent), dicht gefolgt von der Solar-Branche (39 Prozent). An Boden verloren haben die Unternehmen im Bereich Onshore Wind (Rückgang von 35 Prozent auf 30 Prozent), während das Segment Offshore Windenergie sich einer vergleichsweise stabilen Nachfrage erfreute (2009: 11 Prozent, 2010: 10 Prozent).

Stimmungsänderung nach der Atomkatastrophe in Japan

KPMG-Partner Leif Zierz, Leiter des Transaktions- und Restrukturierungsgeschäfts bei KPMG: "Unsere Umfrage zeigt, dass vor allem bei Fusionen und Übernahmen in einer Größenordnung zwischen 50 Millionen und 500 Millionen US-Dollar der stärkste Anstieg zu verzeichnen ist. Die stärkere Nachfrage, flankiert durch günstigere Finanzierungsbedingungen, dürfte zu höheren Bewertungen in diesem Segment führen. Die Stimmungsänderung nach der Atomkatastrophe in Japan und der anziehende Ölpreis tun ihr Übriges."

Westeuropa wegen Fördermaßnahmen attraktiv; USA, China und Indien aufgrund der Marktnachfrage

Vor allem in Westeuropa kommt der staatlichen Förderung weiterhin große Bedeutung zu. So ergab die Umfrage, dass Investoren als Hauptmotiv für ein Investment staatliche Anreize angeben. Für ein Investment in Italien bestätigen dies 41 Prozent der Befragten, UK sehen aus diesem Grund 38 Prozent als attraktiv an und Deutschland noch 29 Prozent. Im Gegensatz dazu steht in Ländern wie den USA, China und Indien eindeutig die Marktnachfrage im Vordergrund (41 bzw. jeweils 46 Prozent Zustimmung). Drei von vier Befragten (78 Prozent) sehen den internationalen Markt in erster Linie durch chinesische Investoren getrieben, gefolgt von deren Counterparts in Nordamerika (59 Prozent).

Der Report "Green power 2011" kann kostenfrei heruntergeladen werden unter www.presseportal.de.

16.05.2011 | Quelle: KPMG | solarserver.de © Heindl Server GmbH


Japan: Debatte über künftige Energiepolitik beginnt; Einspeisetarif für Solarstrom aus gewerblichen Photovoltaik-Anlagen verdoppelt

Solarstromanlage (5 kWp) in Osaka (Japan)
Solarstromanlage (5 kWp) in Osaka (Japan)

Nach dem Reaktorunglück von Fukushima beginne Japan nun über ein neues Energiekonzept und eine stärkere Diversifizierung zu diskutieren, berichtet Germany Trade & Invest in einer Pressemitteilung. Erneuerbare Energien dürften künftig an Bedeutung gewinnen.

Das japanische Wirtschaftsministerium (METI) habe den Einspeisetarif für Solarstrom umstrukturiert. Bisher erhielten private Haushalte 48 Yen pro Kilowattstunde, die sie wieder ins Netz einspeisten. Jetzt sind es 42 Yen (etwa 0,36 Euro; 1 Euro = rund 117 Yen). Die Vergütung für gewerbliche Einrichtungen allerdings wird verdoppelt - von 20 auf 40 Yen.

Anteil gewerblicher Solarstromanlagen soll von 12 % auf etwa 30 % steigen

"Mit der Umstellung des Einspeisetarifs will die japanische Regierung vor allem die Verbreitung von Solarstrom im Nicht-Wohnsektor voranbringen", so Detlef Rehn, Analyst von Germany Trade & Invest in Japan. Von den 623 MW, die im Haushaltsjahr 2009 an neuen Photovoltaik-Kapazitäten geschaffen wurden, waren nur 12 % für Unternehmen bestimmt. Bis 2020 soll diese Quote auf etwa 30 % steigen. "Motiv für die Förderung des Solarstroms ist jedoch nicht allein der Umweltgedanke, sondern auch die Absicht, den heimischen Herstellern von PV-Anlagen zu helfen", so Detlef Rehn weiter.

Nur 0,2 % Solarstrom im Netz

Die japanischen Unternehmen haben in den letzten Jahren an internationaler Wettbewerbsfähigkeit etwas eingebüßt. Gemessen an der gesamten installierten Kapazität von 2,6 Gigawatt (GW) war Japan 2009 weltweit der drittgrößte Photovoltaik-Markt (Marktanteil 11,5 %), hinter Deutschland (9.7 GW, 42.2 % Weltmarktanteil) und Spanien (3.4 GW, 14.9 %). Der Anteil der Solarenergie an der gesamten Elektrizitätsproduktion in Japan lag 2008 laut Internationaler Energieagentur bei gerade einmal 0,2 %. Zum Vergleich: In Deutschland liegt er bei 2%.

"Die erneuerbaren Energien und besonders der Solarstrom werden in Japan wahrscheinlich an Bedeutung gewinnen, doch trotzdem nur ein Nischendasein führen", so Detlef Rehn von Germany Trade & Invest. Die Bank Sarasin schätzt, dass das durchschnittliche jährliche Wachstum der neu installierten PV-Leistung von 2009 bis 2015 bei etwa 30 % liegen wird.

Germany Trade & Invest ist die Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft berät ausländische Unternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit auf den deutschen Markt ausdehnen wollen. Sie unterstützt deutsche Unternehmen, die ausländische Märkte erschließen wollen, mit Außenwirtschaftsinformationen.

14.04.2011 | Quelle: Germany Trade & Invest | solarserver.de © Heindl Server GmbH


Hintergrundpapier: Stromnetz kann und muss fit gemacht werden für Solar- und Windstrom

 
Investitionen der Stromnetzbetreiber
Investitionen der Stromnetzbetreiber
 

Der zielgerichtete Übergang zur regenerativen Stromversorgung erfordert neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien auch eine kontinuierliche Anpassung der Netzinfrastruktur. Doch am jahrelangen Investitionsstau beim Netzausbau droht sich nun der Systemkonflikt zwischen konventionellen und erneuerbaren Energien zu manifestieren, wie ein aktuelles Hintergrundpapier der Agentur für Erneuerbare Energien darlegt.

Das deutsche Stromnetz ist über Jahrzehnte für den Betrieb des konventionellen Kraftwerkparks optimiert worden und befindet sich nach wie vor zu großen Teilen im Besitz der Kraftwerksbetreiber. Während die Menge erneuerbaren Stroms im Netz planmäßig steigt, sei bislang die Stromproduktion der bestehenden Großkraftwerke oft nicht im vergleichbaren Umfang gedrosselt worden, so die Agentur für Erneuerbare Energien in einer Pressemitteilung. Dadurch komme es zunehmend zu Engpässen im Netz.

Netzinvestitionen sanken zwischen 1993 und 2003

Mit den erneuerbaren Energien sind neue Marktteilnehmer auf den Plan getreten, deren Strom laut Gesetz vorrangig eingespeist werden muss. Doch leider halte der Ausbau der Netzinfrastruktur nicht Schritt mit dem politisch und gesellschaftlich gewünschten Ausbau der Erneuerbaren Energien, kritisiert die Agentur für Erneuerbare Energien. Nach einem jahrelangen Rückgang der Netzinvestitionen zwischen 1993 und 2003 würden die Ausgaben der Netzbetreiber für neue Netzprojekte erst seit 2005 wieder langsam steigen.

Dezentrale Energieerzeugung, Netzoptimierung und -verstärkung können Kapazität der bestehenden Netze erhöhen und den Neubaubedarf senken

Die neue Publikation der Agentur für Erneuerbare Energien zeigt, dass eine Anpassung des Stromnetzes an den Wandel der Erzeugungsstrukturen unvermeidlich ist. Sie zeigt aber auch Lösungen auf, wie durch dezentrale Energieerzeugung oder durch Netzoptimierung und -verstärkung die Kapazität der bestehenden Netze erhöht und der Neubaubedarf reduziert werden kann. Das Stromnetz kann und muss fit gemacht werden für die Herausforderungen der regenerativen Energiezukunft, so das Fazit der Broschüre. Denn die Alternative wäre, neue konventionelle Großkraftwerke zu bauen. "Mit Blick auf Klima- und Umweltschutz, Akzeptanz und Kosten kann das jedoch keine ernsthafte Option sein", so die Agentur.

Hintergrundpapier im Internet

Das Hintergrundpapier "Erneuerbare im Netz - Die notwendige Anpassung der Versorgungsinfrastruktur" aus der Reihe Renews Spezial, Nr. 50, kann im Internet heruntergeladen werden unter http://www.unendlich-viel-energie.de/uploads/media/50_Renews_Spezial_Erneuerbare_im_Netz_online.pdf

23.03.2011 | Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien | solarserver.de © Heindl Server GmbH


Weltrat für Erneuerbaren Energien dringt auf globale Ächtung der Atomenergie

 
Studie zeigt, dass auch eine Industrienation wie Japan vollständig aus regenerativen Quellen versorgt werden kann
Studie zeigt, dass auch eine Industrienation wie Japan vollständig aus regenerativen Quellen versorgt werden kann
 

Der World Council for Renewable Energy (Weltrat für Erneuerbare Energien - WCRE) dringt auf weltweite Ächtung des Neubaus von Kernkraftwerken, den aktiven Ausstieg aus dem bestehenden Kraftwerkspark sowie den entscheidenden und unmittelbaren Schritt zu einer Welt mit 100% erneuerbaren Energien.

 

Die Vorsitzenden des WCRE sind zutiefst erschüttert und betroffen. Sie sprechen den Menschen in Japan ihre tiefempfundene Anteilnahme aus und stehen im Geiste an ihrer Seite.

 

Massive Erdbeben und ein folgenschwerer Tsunami rufen nun eine weitere Bedrohung in Gestalt einer bislang undenkbaren, vom Menschen gemachten Katastrophe auf den Plan: Kernschmelze in mehreren Reaktoren. "Und das nur, weil man sich völlig unnötig von der Kernenergie abhängig gemacht hat. Sämtliche Lügen, die man der japanischen Bevölkerung seit dem Bau dieser Anlagen erzählt, sind auf einen Schlag entlarvt worden. Und diese Masken zur Verdeckung der Lügen sind nun weltweit gefallen", heißt es in der Pressemitteilung des WCRE.

 
 
 

Unkalkulierbares und untragbares Risiko

 

Der Weltrat für Erneuerbaren Energien dringt auf einen weltweiten Schulterschluss, um die Atomkraft für immer zu ächten. Nach Harrisburg, Three Mile Island, Tschernobyl und Fukushima sei es nun an der Zeit, aufzuwachen und sich von dieser unglaublich gefährlichen Technologie zu verabschieden. "Wie klein das Risiko auch immer sein mag, dass eine ähnliche Katastrophe in einem anderen Land passieren könnte - ausgeschlossen werden kann es niemals. Und wenn es dann eintritt, und den mathematischen Gesetzen der Wahrscheinlichkeit zufolge wird es das, bringt es das Risiko unermesslichen Schadens mit sich, gegen dass es keine Absicherung gibt. Es birgt die Garantie von Tod, Unglück und Verhängnis für Generationen, die nicht einmal geboren sind", warnt der WCRE.

 

"Jene, die mit falschen Argumenten erklären, dass mit der Kernenergie ein kalkulierbares und tragbares Risiko verbunden ist, weil es keine Alternativen gibt, machen sich einer zynischen Grausamkeit an der Menschheit schuldig. Sie nehmen auch das Risiko eines weltweiten wirtschaftlichen Zusammenbruchs in Kauf. Studien belegen es als praktisch sicher, dass dies die Folge einer Kernschmelze sein würde, egal in welchem Atomkraftwerk Japans sie stattfände. Die Kraftwerksbetreiber haben in Tokio - neben New York und London eines der drei wichtigsten drei Finanzzentren - bereits mit kontrollierten Blackouts begonnen, um die Energie zu rationieren", so der WCRE.

 
 

Allerhöchste Zeit, vollständig auf erneuerbare Energien umzusteigen

 

"Es ist 'fünf nach zwölf', wenn wir den giftigen, todbringenden nicht-erneuerbaren Ressourcen, die den Ruin für die Menschheit bedeuten, den Rücken kehren wollen. Es ist allerhöchste Zeit, vollständig auf erneuerbare Energien umzusteigen, jetzt und unwiderruflich: Es gibt kein Land auf der Welt, das nicht mit erneuerbarer Energien allein versorgt werden kann. Der Weg in eine Welt völlig ohne Kernenergie und fossile Brennstoffe ist gangbar, bezahlbar und sicher, schafft Wohlstand und, vor allem Widerstandskraft im Angesicht von Naturkatastrophen", betont der WCRE.

 
 

Studie zeigt, dass auch Japan vollständig aus regenerativen Quellen versorgt werden kann

 

EUROSOLAR begrüßt die Erklärung des Weltrats für Erneuerbare Energien und schließt sich den Aussagen in vollem Umfang an. Gleichzeitig möchten weist EUROSOLAR auf die bereits 2003 erstellte Studie "Energy Rich Japan" hin, die zeigt, dass auch eine Industrienation wie Japan schon heute vollständig aus regenerativen Quellen versorgt werden kann: www.energyrichjapan.info/de/index.html

 
 

14.03.2011 | Quelle: EUROSOLAR; WCRE | solarserver.de © Heindl Server GmbH


Photovoltaik-Marktforschung: Bis 2014 werden 38 % der privaten Solarstromanlagen auf Modulebene gesteuert und überwacht

 
Mikrowechselrichter M190 von Enphase.
Mikrowechselrichter M190 von Enphase.
 

Am 17.02.2011 meldeteIHS iSuppli (El Segundo, Kalifornien, USA), dass bis 2014 voraussichtlich in 38 % der privat betriebenen Photovoltaik-Anlagen Systeme zum Management auf Modulebene (module level power management, MLPM) zum Einsatz kommen werden. Das Marktforschungsunternehmen rechnet damit, dass der weltweite Absatz solcher Geräte, wie beispielsweise Mikrowechselrichter und Gleichspannungswandler, bis 2014 von 160 Megawatt (MW) um das fast Vierzigfache auf einen Leistungsumfang von 6,2 Gigawatt (GW) steigen.

"MLPM-Systeme sind eine neue Möglichkeit, die Leistung von Photovoltaik-Anlagen zu steigern. Sie können die Stromausbeute einer Solaranlage um 25 Prozent erhöhen", sagte Chefanalyst Greg Sheppard von IHS. „Daher werden sich MLPM-Systeme gerade bei privaten Anlagen schnell etablieren. Außerdem haben Installateure damit weniger Arbeit; jedes Modul kann einzeln überwacht werden, und sie erhöhen die Sicherheit."

MLPM-Lösungen bieten einfachere Konzeption und Installation von Photovoltaik-Anlagen

Laut HIS sind MLPM-Lösungen für Betreiber privater PV-Anlagen attraktiv, da sie deren Konzeption und Installation vereinfachen und weniger Fachkenntnis auf dem Gebiet Hochspannungsgleichstrom erfordern. Die nordamerikanischen Märkte sind derzeit führend; hauptsächlich kommen hier Mikrowechselrichter zum Einsatz.

Kosten für Mikrowechselrichter sollen laut IHS bis 2014 um zwei Drittel sinken

Das Unternehmen schätzt, dass Mikrowechselrichter pro Watt 0,20 bis 0,25 US-Dollar (0,15-0,18 Euro) und Systeme zur Anlagenoptimierung pro Watt 0,15 US-Dollar (0,11 Euro) mehr Kosten verursachen. Auf Grund ihres hohen Halbleitergehalts geht IHS jedoch davon aus, dass die Kosten für Mikrowechselrichter bis 2014 stark sinken werden, auf durchschnittlich ein Drittel des derzeitigen Preises. Im selben Zeitraum sollen Kosten für Optimierer um über die Hälfte sinken.

Die Marktforscher berichten, dass Enphase Energy (Petaluma, Kalifornien, USA) derzeit einen Marktanteil von 90 % bei Wechselrichtern hat. SolarEdge Technologies Inc. (Hod Hasharon, Israel) hat bei Optimierern einen Marktanteil von 70 %. Diese Technologien befänden sich jedoch noch in einem sehr frühen Stadium, und andere Unternehmen warteten nur darauf, den Markt zu erobern.

IHS iSuppli ist ein Tochterunternehmen von IHS Inc. (Englewood, Colorado, USA).

23.02.2011 | Quelle: IHS iSuppli; Bild: Enphase Energy Inc. | solarserver.de © Heindl Server GmbH


centrotherm photovoltaics: Nur 20 Prozent der Strompreissteigerungen in den letzten Jahren wegen Einspeisevergütung für erneuerbare Energie

 
Nur ein Fünftel der Strompreissteigerungen geht auf das Konto des EEG
Nur ein Fünftel der Strompreissteigerungen geht auf das Konto des EEG
 

Aktuell erhöhen zahlreiche Stromlieferanten bundesweit ihre Preise. Als Grund werden gerne die höheren Kosten der Einspeisevergütung für Erneuerbare Energien genannt. Insgesamt 19,2 Prozent der gesamten Strompreissteigerungen in den Jahren 2000 bis 2010 beruhen auf dieser EEG-Umlage (Erneuerbare-Energien-Gesetz). Der Großteil der Preiserhöhungen gehe allerdings mit 53,7 Prozent auf die drei Faktoren Erzeugung, Transport und Vertrieb zurück, so die centrotherm photovoltaics AG (Blaubeuren) in einer Pressemitteilung. Die restlichen Anteile seien Stromsteuer (8,0 Prozent) und die Mehrwertsteuer (19,1 Prozent).

Die Strompreisentwicklung hat die centrotherm photovoltaics AG, weltweit führender Technologie- und Equipmentlieferant der Photovoltaikbranche, aufgrund von Zahlen des Leipziger Instituts für Energie GmbH (IE Leipzig) für den Strommarkt in Baden-Württemberg nachgerechnet. Zugleich arbeitet das süddeutsche Unternehmen daran, dass die Herstellungskosten für Solarzellen und -module weiter sinken und der Sonnenstrom in einigen Jahren ohne Subventionen auskommt.

50-prozentige Senkung der Photovoltaik-Systempreise bis 2020 machbar

Hintergrund: Roland Berger hatte in einer Studie im Auftrag des Bundesverbands für Solarwirtschaft (BSW) gefordert, dass die Systempreise bis 2020 um mehr als 50 Prozent gesenkt werden. Nach Angaben von centrotherm photovoltaics ist dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen. So spare beispielsweise ein Prozent mehr Wirkungsgrad bei der Lichtausbeute von Solarzellen sechs Prozent Produktionskosten.

Weitere Stellgrößen seien ein höherer Durchsatz, ein noch geringerer Ausschuss und längere Maschinenlaufzeiten. Das alles führe zu niedrigeren Herstellkosten und damit zu sinkenden Verkaufspreisen und mache den Solarstrom auch ohne Einspeisevergütung mittelfristig mit konventionellen Energien konkurrenzfähig. Dazu komme der Umweltaspekt der CO2-neutralen Stromerzeugung.

04.02.2011 | Quelle: centrotherm photovoltaics AG | solarserver.de © Heindl Server GmbH


BMU-Staatssekretärin Reiche: Modernisierung der Energiewirtschaft ist Voraussetzung für den Ausbau der erneuerbaren Energien

 
Katherina Reiche, Parlamentarische Staatssekretärin im BMU
Katherina Reiche, Parlamentarische Staatssekretärin im BMU

Die Optimierung der Energieversorgungssysteme sei eine wesentliche Voraussetzung für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien, betonte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Katherina Reiche, auf dem 2. Jahreskongress des Förderprogramms "E-Energy" in Berlin. "Der Weg in das Zeitalter der erneuerbaren Energien verlangt eine tief greifende Modernisierung der Energiewirtschaft. Die konventionellen Energieträger sollen kontinuierlich durch erneuerbare Energien ersetzt werden. Dafür müssen einerseits die erneuerbaren Energien bedarfsorientierter einspeisen und zum Funktionieren des Gesamtsystems beitragen", so Reiche.

Förderprogramm "E-Energy" zeigt, wie das Energiesystem der Zukunft funktionieren kann

"Andererseits muss auch das Gesamtsystem auf die erneuerbaren Energien ausgerichtet werden. Der geplante Ausbau der erneuerbaren Energien benötigt ein intelligentes Zusammenspiel aller Stromerzeuger und -verbraucher sowie die vermehrte Einbeziehung von Speichern und die Weiterentwicklung der Netze hin zu intelligenten Netzen", betonte Katherina Reiche. Sie wies darauf hin, dass Projekte, die im Rahmen des Förderprogramms "E-Energy" realisiert werden, bereits heute zeigen, wie das Energiesystem der Zukunft funktionieren kann.

Beim Förderprogramm "2E-Energy - IKT-basiertes Energiesystem der Zukunft" arbeiten Bundesumweltministerium und Bundeswirtschaftsministerium eng zusammen. Ziel ist es, mittels Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) die Energieversorgung zu optimieren. Für Projekte in sechs Modellregionen stehen insgesamt 60 Millionen Euro zur Verfügung. Das Bundesumweltministerium fördert die Projekte "Regenerative Modellregion Harz" und "Modellstadt Mannheim". Diese beiden Projekte sind im Bundesumweltministerium im ressorteigenen Forschungsschwerpunkt "Optimierung der Energieversorgungssysteme" angebunden.

Diesen Schwerpunkt hatte das BMU 2008 gestartet, um die Modernisierung der Energieversorgung voranzubringen. In diesem Rahmen wurden im Bereich der erneuerbaren Energien insgesamt bis 2010 Projekte in Höhe von rund 52 Millionen Euro bewilligt. Es ist geplant, den Forschungsschwerpunkt kontinuierlich weiter auszubauen.

15.01.2011 | Quelle: BMU | solarserver.de © Heindl Server GmbH


Plusenergie jetzt! Solar-Architekt Rolf Disch fordert die Spitzen der Bundespolitik zu schnellem Handeln beim Klima- und Ressourcenschutz auf

 
Solar-Architekt Rolf Disch: Statt Energie zu verschwenden, Überschüsse mit der Kraft der Sonne erzeugen
Solar-Architekt Rolf Disch: Statt Energie zu verschwenden, Überschüsse mit der Kraft der Sonne erzeugen
 

Besonders das Bauen und Wohnen berge gigantische Potenziale für die Einsparung von Energie, betont der Freiburger Solar-Architekt Rolf Disch in einer aktuellen Petition. Gebäude lassen sich sogar zu Kraftwerken machen. Statt Energie zu verschwenden, erzeugen sie dann Überschüsse, und zwar mit der Kraft der Sonne (Photovoltaik und Solarthermie), so Disch, der bereits 2008 ein Baukonzept mit den von ihm entworfenen Plusenergiehäusern für Städte und Gemeinden präsentiert hat. Disch hat nun ein "Plusenergie-Manifest" verfasst, und dazu eine Petition an die Kanzlerin, die Bundesregierung sowie die Bundestagsfraktionen: Plusenergie soll Standard werden beim Bauen und Sanieren.

Plusenergie-Standard soll vorrangig gefördert werden

Die energetische Gebäudesanierungsrate soll von derzeit einem Prozent auf mindestens drei Prozent erhöht werden; In Anreizprogrammen für Neubau und Sanierung soll der Plusenergie-Standard die höchste Förderstufe bekommen und durch Niedrigst-Zins-Kredite gefördert werden, lauten die zentralen Forderungen der Petition.

Breite Unterstützung

Unterstützt wird Disch von Bigi und Franz Alt, den Schauspielerinnen Renan Demirkan und Irene Fischer, dem Regisseur Hans W. Geißendörfer, den Politkern Boris Palmer, Franziska Brantner, Nils Schmid, den Stromrebellen Ursula und Michael Sladek, dem Sozialwissenschaftler Claus Leggewie, der Verlegerin Antje Kunstmann, den Umweltpreisträgern Franz Daschner und Rainer Grießhammer, den Unternehmern Matthias Willenbacher und Alfred T. Ritter und vielen mehr.

Am 06.01.2010 hatten bereits mehr als 1.200 Personen die Petition unterzeichnet. Weitere Unterstützer können die Petition online unterzeichnen

Weitere Informationen auf der neuen Website: www.plusenergie.de.

07.01.2011 | Quelle: Solar-Architekt Rolf Disch | solarserver.de © Heindl Server GmbH



Bundesnetzagentur verlängert Möglichkeit der Preislimitierung von EEG-Strom; Verbesserte Prognose und Bilanzierung von Strom aus PV-Anlagen

Im Bundesgesetzblatt ist am 15.12.2010 die erste Änderungsverordnung zur Ausführungsverordnung der Ausgleichsmechanismusverordnung (AusglMechV) der Bundesnetzagentur verkündet worden. Diese gestaltet die Regeln für die Vermarktung von Strom, der nach den Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zu vergüten ist. Nach der bis Ende dieses Jahres gültigen Ausnahmeregelung kann der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) unter anderem entscheiden, ob die in der Ausführungsverordnung genannten Voraussetzungen zur Setzung von Preislimits vorliegen sowie die Höhe des Preislimits bestimmen. Die Änderungsverordnung verlängert diese Ausnahmeregelung über den 31. Dezember 2010 hinaus und konkretisiert ihre Vorgaben.

Mehr Transparenz für alle Marktteilnehmer

Eine Limitierung des Preises ist künftig nur noch möglich, wenn die Strombörse wegen ungewöhnlich negativer Börsenergebnisse am vortägigen Spotmarkt zu einer zweiten Auktion aufruft. Als zulässige Bandbreite für die Limitierung werden negative Preise zwischen -150 Euro/MWh und -350 Euro/MWh vorgegeben. Ferner müssen die ÜNB Details über die erfolgten Limitierungen veröffentlichen. Auch der Mechanismus zur Bestimmung der Höhe der Limitierung der Verkaufsangebote wird nun eindeutig vorgegeben.

"Die neuen Regelungen vereinfachen nicht nur das Vorgehen der ÜNB bei den Limitierungen, sondern erhöhen auch die Transparenz für alle Marktteilnehmer", kommentierte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, die bis Februar 2013 geltenden Änderungen bei der preislimitierten Vermarktung von EEG-Strom.

ÜNB müssen Vortagsprognose der Solarstrom-Einspeisung veröffentlichen; gestiegener Einfluss der Einspeisung von Strom aus PV-Anlagen auf die Netzsicherheit

In der Änderungsverordnung wurde außerdem festgelegt, dass die ÜNB neben der Windprognose nun auch die Vortagsprognose der Solarstromeinspeisung veröffentlichen müssen.

Dem enorm gestiegenen Einfluss der Einspeisung von Strom aus PV-Anlagen auf die Netzsicherheit und die EEG-Vermarktung hat die Bundesnetzagentur bereits mit einem Positionspapier zur verbesserten Prognose und Bilanzierung von Solarstromeinspeisungen Rechnung getragen.

"Angesichts des starken Zubaus an PV-Anlagen kommt es bei der Prognose, der Vermarktung und der Abrechnung von Strom aus PV-Anlagen bereits zu spürbaren Auswirkungen auf die Systemsicherheit. Aufgrund der fehlenden Leistungsmessung der überwiegend kleinen PV-Anlagen kommt es in der Summe zu erheblichen Abweichungen zwischen der von den ÜNB an der Börse vermarkteten Solarstrommenge und der tatsächlichen Solarstromeinspeisung. Die Verteilernetzbetreiber sind daher aufgefordert, zügig geeignete und mit den ÜNB abgestimmte Referenzmessverfahren einzuführen", so Kurth.

Die Änderungsverordnung, die die Bundesnetzagentur im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie erlassen hat, sowie das Positionspapier sind veröffentlicht auf den Internetseiten der Bundesnetzagentur.

28.12.2010 | Quelle: Bundesnetzagentur | solarserver.de © Heindl Server GmbH



Solarbuzz: weltweite Photovoltaik-Nachfrage erreicht im dritten Quartal 4 GW; 16,3 GW für das gesamte Jahr 2010 erwartet

 
Weltweites Wachstum der PV-Branche in den letzten vier Quartalen
Weltweites Wachstum der PV-Branche in den letzten vier Quartalen
 

Am 16. Dezember 2010 veröffentlichte Solarbuzz LLC (San Francisco, Kalifornien, USA) seinen neuesten Quartalsbericht. Danach blieb die weltweite Photovoltaik-Nachfrage im dritten Quartal 2010 stabil bei 4 Gigawatt (GW); Die Umsätze lagen bei 17,9 Milliarden US-Dollar (13,5 Milliarden Euro). Auf Grund dieser hohen Leistung geht das Unternehmen nun von einem globalen PV-Zubau von 16,3 GW im Jahr 2010 aus und erwartet für 2011 eine Photovoltaik-Nachfrage von 20,4 GW. "Die starken Preissenkungen im Jahr 2009 haben die Grundlage für ein spektakuläres Wachstum 2010 geschaffen", bemerkte Solarbuzz-Präsident Craig Stevens. "Und dennoch planen die Hersteller 2011 noch mehr Leistung und höhere Umsätze. Das sorgt für einen Preisrückgang, aber die Preise müssen stärker sinken als die Einspeisevergütungen in den Schlüsselmärkten, um das starke Wachstum nächstes Jahr aufrecht zu erhalten."

Der Quartalsbericht von Solarbuzz enthält eine Analyse der PV-Produktion, Umsätze, Lagerbestände, Marktnachfrage und Preisstruktur; des Weiteren Unternehmensdaten von Modulherstellern und Unternehmen entlang der gesamten Photovoltaik-Wertschöpfungskette.

Solarbuzz: Wachstum geht 2011 auf 25 % zurück

Die Umsätze im dritten Quartal in Höhe von 4 GW unterscheiden sich kaum vom Vorquartal, sind aber um 107 % höher als im dritten Quartal 2009. In den USA wurden in den ersten drei Quartalen bereits 10,9 GW Photovoltaik-Leistung zugebaut, und wenn im Gesamtjahr 16,3 GW erreicht werden, wie Solarbuzz vorhergesagt hat, bedeutet das 117 % Wachstum im Vergleich zum Vorjahr.

Auch die Umsätze in der Photovoltaik-Branche sind enorm gestiegen, obwohl sie durch niedrigere Solarzellen- und Modulpreise leicht gedämpft wurden. Die 17,9 Milliarden US-Dollar (13,5 Milliarden Euro) Branchenumsatz im dritten Quartal sind 74 % mehr als im dritten Quartal 2009. Solarbuzz sagt voraus, dass das Wachstum der Photovoltaik-Branche 2011 mit 20,4 GW Zubau auf 25 % zurückgehen wird. Das liege zum Teil an den Kürzungen der deutschen Solarstrom-Einspeisevergütung. Diese Schätzung ist im Vergleich zu anderen eher optimistisch.

51 % der weltweiten Umsätze durch chinesische Hersteller

Solarbuzz berichtet auch, dass 51 % der weltweiten Photovoltaik-Umsätze im dritten Quartal 2010 von chinesischen Herstellern gemacht wurden (vor einem Jahr: 47 %). Acht der zwölf Top-Modulhersteller im dritten Quartal kommen aus China und Taiwan. JA Solar Holdings Company Ltd. (Zhabei, China) hat die Spitzenreiter First Solar Inc. (Tempe, Arizona, USA) und Suntech Power Holdings Company, Ltd. (Wuxi, China) sogar überholt. Das Unternehmen verkaufte in diesem Quartal Solarzellen mit einer Gesamtleistung von über 400 MW. Das sind 8 % der weltweit verkauften Solarzellen.

21.12.2010 | Quelle: Solarbuzz | solarserver.de © Heindl Server GmbH



Umfrage: Umweltschutz hat bei der Heizung Vorrang; 61 Prozent für erneuerbare Energien

 
Breite Zustimmung zum Heizen mit erneuerbaren Energien
Breite Zustimmung zum Heizen mit erneuerbaren Energien

Für die meisten Deutschen beginnt Klimaschutz im heimischen Keller: 61 Prozent würden in regenerative Heizsysteme investieren, um einen Beitrag für eine lebenswerte Umwelt zu leisten. Das ergab jetzt eine repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag des Solarthermie-Herstellers Solvis. Der Schutz der Umwelt liege besonders der jüngeren Generation am Herzen. Laut Umfrage würden sich 69 Prozent der 14- bis 29-Jährigen aus ökologischen Gründen eine neue Heizung zulegen. Für 54 Prozent aller Befragten bedeutet die Investition ein finanzieller Befreiungsschlag, sie wollen sich von steigenden Energiepreisen abkoppeln.

Staatliche Fördermittel motivieren jeden Dritten

43 Prozent halten eine Modernisierung gerade jetzt für lohnend, weil nur die erneuerbaren Energien eine langfristige Wärmeversorgung sicherstellen - im Gegensatz zu den fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas. Staatliche Fördermittel sind immerhin für jeden Dritten ein Anreiz. "Wer erneuerbare Wärme z. B. aus Solarenergie nutzt, ist auf der sicheren Seite", sagt Helmut Jäger, Geschäftsführer von Solvis. "Denn die Sonne ist eine unerschöpfliche Wärmequelle, sie liefert jeden Tag eine Energiemenge, die unseren täglichen Bedarf um das Achtzigfache übersteigt." Noch dazu sei Solarenergie kostenlos - für Besitzer einer Solarheizung könne sich die Heizrechnung durchaus halbieren.

18.12.2010 | Quelle: SOLVIS GmbH & Co KG | solarserver.de © Heindl Server GmbH



ZDF-Magazin WISO: Energie-Experte der Union fordert Kürzung der Solarstrom-Förderung

 
Thomas Bareiß will den Photovoltaik-Zubau um zwei Drittel einschränken. Thomas Bareiß MdB
Thomas Bareiß will den Photovoltaik-Zubau um zwei Drittel einschränken. Thomas Bareiß MdB
 

Die Photovoltaik-Förderung soll auf ein Drittel gesenkt werden, fordert Thomas Bareiß, Koordinator für Energiepolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, im ZDF-Wirtschaftsmagazin WISO. Die Solarstrom-Einspeisevergütung laufe aus dem Ruder. Der Solarstrom koste zu viel und bringe zu wenig. Dem Verbraucher könne nicht mehr zugemutet werden, über die Ökostrom-Umlage eine weitere Steigerung der Förderung zu zahlen. "Deshalb müssen wir in den nächsten Jahren die Photovoltaik begrenzen auf ein Drittel von dem, was wir bisher machen", fordert Bareiß. Der CDU-Politiker hat in einem Brief an Bundesumweltminister Norbert Röttgen eine Deckelung (Obergrenze) der Solarstromförderung angemahnt. Die Zubauraten von Photovoltaik-Anlagen und damit die erzeugte Menge Solarstrom seien in den vergangenen Jahren dramatisch angestiegen.

Branche hat sich laut BSW-Solar auf eine jährliche PV-Zubaurate von maximal 5.000 MW verständigt

Über die Einspeisevergütung zahlt jeder Stromverbraucher allein für Solarstrom zwei Cent pro Kilowattstunde. Daran möchte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) festhalten. BSW-Präsident Günther Cramer kündigt in WISO an, die Solar-Branche habe sich auf eine Reduzierung der jährlichen Photovoltaik-Zubaurate von maximal 5.000 Megawatt (MW) verständigt. Bis zum Jahr 2020 könne Solarstrom zehn Prozent der elektrischen Energie in Deutschland decken. "Das alles schaffen wir, ohne dass wir mehr als zwei Cent Umlage für die Photovoltaik benötigen", erklärt Cramer in WISO.

13.12.2010 | Quelle: ZDF | solarserver.de © Heindl Server GmbH



Photovoltaik: Inventux gewinnt iF product design award 2011 für mikromorphes Dünnschichtmodul

 
Design-Preis für rahmenloses Glas-Glas-Modul von Inventux
Design-Preis für rahmenloses Glas-Glas-Modul von Inventux
 

Der renommierte iF product design award geht an das mikromorphe Dünnschicht-Solarmodul der Inventux Technologies AG (berlin). Damit wird das rahmenlose Glas-Glas-Modul aus Berlin bereits zum zweiten Mal von einer internationalen Expertenjury für sein Produktdesign ausgezeichnet. Das International Forum Design kürt jährlich in sechs gleichberechtigt nebeneinander stehenden Wettbewerben herausragende Designleistungen aller Art. Der 1953 eingeführte iF product design award gilt als eine der bekanntesten Kategorien und ist international als Markenzeichen guter Gestaltung anerkannt. Beworben hatten sich in diesem Jahr 2.756 Produkte aus 43 Ländern. Die Inventux Technologies AG gewann im Frühjahr 2010 bereits den red dot design award und reiht sich nun auch hier in die Liste namhafter Preisträger wie Samsung, Apple oder Sony ein.

Design-Innovationen erfüllen die vielfältigen Wünsche der Kunden

"Es ist für uns eine besondere Ehre, aus einem hochqualifizierten Bewerberumfeld eine derart renommierte und international anerkannte Auszeichnung zu erhalten", sagt Christian Plesser, Vorstand Vertrieb und Marketing bei Inventux. "Der Gewinn des iF product design awards bestätigt, dass Inventux mit dem Einsatz hochwertiger Komponenten und dem Fokus auf höchste Verarbeitungsqualität nicht nur seine Technologieführerschaft untermauert, sondern auch designrelevante Innovationen hervorbringt, die den vielfältigen Wünschen unserer Kunden Rechnung tragen".

Der iF product design award 2011 wird in feierlichem Rahmen am Eröffnungstag der CeBIT in Hannover verliehen. Zu diesem Anlass werden darüber hinaus die 50 besten Beiträge des Wettbewerbes bekanntgegeben und mit dem iF gold award ausgezeichnet. Am gleichen Tag beginnt auch die iF Ausstellung auf dem Messegelände in Hannover bei der alle ausgezeichneten Produkte der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Weitere Informationen über den Designaward und seine Gewinner sind zudem im iF product design yearbook und auf der iF- Website, der mit 3.5 Millionen Seitenaufrufen pro Monat beliebtesten Designplattformen im Internet, erhältlich.

Vom reinen Modulhersteller zum Systemanbieter für mikromorphe Solartechnologie

Die Inventux Technologies AG entwickelt und produziert siliziumbasierte Dünnschicht-Solarmodule und ist Systemanbieter für mikromorphe Solartechnologie. Das Berliner Unternehmen wurde im Frühjahr 2007 von vier routinierten Solarmanagern und einem eingespielten Team aus Solarexperten gegründet. Bereits 18 Monate nach Inbetriebnahme der europaweit ersten Serienproduktion mikromorpher Dünnschichtsolarmodule, gelang Inventux eine Wirkungsgradsteigerung seiner Module auf 10 Prozent. Mit dieser Leistung "Made in Germany" untermauerte das Solarunternehmen erneut seine Technologieführerschaft.

Mit dem Ziel durch eine zukunftssichere Serienproduktion weltweit einer der führenden Anbieter von wettbewerbsfähigen Photovoltaik-Anlagen zu werden, hat sich Inventux vom so genannten pure player als reiner Modulhersteller hin zu einem Systemanbieter für mikromorphe Solartechnologie gewandelt. Neben Solarmodulen, bietet das Berliner Unternehmen weitere, aufeinander abgestimmte und intelligent entwickelte Systemkomponenten an. Das Produktportfolio umfasst aktuell mikromorphe Dünnschichtsolarmodule, passende Montagesysteme speziell für Flachdächer, Wechselrichter und vorkonfektionierte Verkabelung für Inventux-Photovoltaikanlagen. Inventux beschäftigt derzeit rund 240 Mitarbeiter und ist u.a. Preisträger des red dot design award 2010 sowie des iF product design award 2011.

06.12.2010 | Quelle: Inventux Technologies AG | solarserver.de © Heindl Server GmbH



VDE fordert zügigen Ausbau der deutschen Stromnetze; Experten der Energiebranche diskutieren die Roadmap

Stephan Kohler: Bis 2020 müssen 3.600 km Höchstspannungstrassen gebaut werden
Stephan Kohler: Bis 2020 müssen 3.600 km Höchstspannungstrassen gebaut werden

Ohne Zweifel ist der möglichst rasche Ausbau der Stromnetze - sowohl auf der Transport- als auch auf der Verteilungsebene - von hoher Dringlichkeit, denn sonst sind die europäischen sowie die deutschen Klimaziele in Gefahr. Darauf weist unter anderem das VDE-Positionspapier "Übertragung elektrischer Energie" hin. Auf der gemeinsamen Informationsveranstaltung der Deutschen Komitees CIGRE (Deutsches Komitee der Internationalen Hochspannungskonferenz beim VDE) und CIRED (Deutsches Komitee der Internationalen Konferenz über elektrische Verteilnetze, das bei der Energietechnischen Gesellschaft im VDE angesiedelt ist) zum Thema "Smart Grids: Hype oder Vision?" diskutierten Experten in Mannheim Entwicklungen künftiger Stromnetze.

Stromnetze in Deutschland müssen deutlich ausgebaut werden

Stephan Kohler, Leiter der Deutschen Energieagentur (dena), stellte den Experten die Ergebnisse der zweiten Netzstudie vor, die insbesondere die Auswirkungen durch den Ausbau der erneuerbaren Energien auf die Netze untersucht hat. Die aktuelle dena-II-Studie wurde intensiv von Mitgliedern des VDE unterstützt, der bereits verschiedene Studien und Positionspapiere zu diesem Thema erstellt hat. Alle Untersuchungen laufen auf die gleichen Ergebnisse aus: Die Stromnetze in Deutschland müssen zur Bewältigung der anstehenden Aufgaben deutlich ausgebaut werden."Bei Verwendung etablierter 380-kV-Freileitungstechnik müssen 3.600 km Höchstspannungstrassen bis zum Jahr 2020 gebaut werden"", so Kohler. Einschließlich des notwendigen Anschlusses der Offshore-Windparks betragen die Kosten hierfür 9.7 Milliarden Euro.

"Wir müssen schnell eine robuste Vision zukünftiger Energienetze entwickeln, die die integrative Versorgung mit Strom, Wärme und Kälte sowie Mobilität berücksichtigt und gleichzeitig alle Arten von Kunden und Erzeugungseinheiten gleichermaßen einschließt", betont VDE-Experte Prof. Dr.-Ing. Armin Schnettler, Leiter des Instituts für Hochspannungstechnik (IFHT) an der RWTH Aachen, der die dena-II-Studie als externer Gutachter geprüft hat. Dazu sollte auch das Treffen des VDE in Mannheim beitragen mit Vertretern der gesamten Energiebranche.

Akzeptanzoffensive für den Netzausbau

Es zeigt sich, dass für viele Übertragungsaufgaben ein klassisches 380kV-Freileitungsnetz, das sowohl durch den Neubau von Leitungen als auch durch die Verstärkung von bestehenden Leitungstrassen ertüchtigt wird, die technisch und wirtschaftlich beste Lösung darstellt. Diese muss aber zunehmend durch heute noch nichtkonventionelle Technologien unterstützt werden, wozu insbesondere Flexibilisierungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Freileitungsmonitoring und Hochtemperaturleiterseile, und der Einsatz von Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ - Freileitungen und Kabel vor allem zum Anschluss von Offshore-Windparks) gehören. Problematisch bei der Umsetzung der Maßnahmen ist insbesondere die Einbindung der Öffentlichkeit, die zwar insgesamt einen Ausbau der erneuerbaren Energien befürwortet, aber derzeit nicht bereit ist, auch den notwendigen Ausbau der Stromnetze vor allem über Freileitungstrassen zu akzeptieren. "Hier müssen wir zum einen alle vielversprechenden neuen Technologien für einen schnellen Einsatz qualifizieren und zum anderen die Öffentlichkeit stärker in die technischen Optionen mit den entsprechenden Vor- und Nachteilen einbinden", fordert Fachmann Schnettler.

Intelligente Automatisierungs- und Kommunikationstechnik

Zweiter Themenschwerpunkt auf der Tagung waren die Verteilungsnetze, die mit Automatisierungs- und Kommunikationstechnik intelligent werden sollen. Die Aufrüstung zum Smart Grid erfolgt im Wesentlichen durch Einbau und Nutzung von Sensoren und Aktoren sowie Informationstechnologie, um möglichst viele Informationen über den Zustand zu erhalten, also den Beobachtungs- und Steuerungsgrad deutlich zu steigern. Um zu einem smarten Verteilungsnetz zu kommen, werden die Ortsnetzstationen im ersten Schritt mit Mess- und Kommunikationseinrichtungen ausgerüstet. Darüber hinaus werden die Endkunden über neuartige Zähler (Smart Meter) eingebunden. "Hier können neue Geschäftsmodelle zu einer höheren Energieeffizienz führen", betont Wolfgang Glaunsinger, Geschäftsführer der Energietechnischen Gesellschaft im VDE.

Der Strom kommt in Zukunft vor allem aus dem Norden. Aus großen Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee sollen bis 2030 rund 25 Gigawatt (GW) Leistung angeboten werden. Gebraucht wird er dagegen insbesondere im Süden und Westen der Republik. Deshalb gilt: Ohne Netze keine neue Energie. Die Politik muss hier Anreize setzen, um die zu langen Planungs- und Genehmigungsfristen zu verkürzen, so die Forderung des VDE.

01.12.2010 | Quelle: VDE | solarserver.de © Heindl Server GmbH